CSD 2017 Hamburg

Landschaftspark Duisburg

Unterwegs im Landschaftspark Duisburg. Alle Bilder mit Lumix GX 8, Festbrennweite Panasonic/Leica, 50 mm KB,

f 1,4.


Besuch der Herrenhäuser Gärten in Hannover


New York City and State

Auf den Spuren wiederentdeckter Verwandter in New York City.


Auf den Spuren der Teilung in Berlin

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Auf Europas größter Flußinsel in Hamburg-Wilhelmsburg

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Wintertag in der Hamburger "City Nord", einer Geisterstadt aus Beton

Wintertag in der Hamburger "City Nord", einem aus heutiger Sicht architektonischem Albtraum.

Wanderungen zwischen Brixen und Meran/Südtirol

Wanderungen zwischen Brixen und Meran durch Südtirol.

Das Bild zeigt die Gärten von Schloss Trauttmannsdorff, den botanischen Garten von Meran. Veranstalter war www.natours.de.

 

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Eindrücke aus Weimar - Bitterfeld-Wolfen - Dessau

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Reunion after more than 60 years - Chris and Lewie meet Chris' relatives in Papenburg (Northern Germany)

Dear family, here are the pictures. To see more pictures please click on the picture and type in the password which I send you in a separate mail.

Alster-Fontäne auf Tournee in Harburg

Für zwei Wochen war die Alsterfontäne zu Gast auf dem Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark südlich der Elbe. Dank steifer Seitenwinde kam das Wasser den Spaziergängern näher als ihnen lieb war. (Klick auf das Bild)

Besuch der Kunststätte Bossard

Zwischen Jesteburg und Lüllau im Landkreis Harburg hatten sich Johann Michael Bossard (Bild/gestorben 1950) und seine Frau Jutta Bossard-Krull (gestorben 1996) einen künstlerischen Lebensraum geschaffen. Expressionistische Wandmalerei und Raumausstattung in der "Kunststätte Bossard" www.bossard.de sind erhalten (Klick auf das Bild).

Auf dem Donauradweg von Passau nach Wien

 

Schöne, vielfältige Landschaften, ein komfortabel ausgebauter Radweg: Entlang der Donau auf dem meist befahrenen Flußradweg von Passau nach Wien.

 

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Poetry-Slam in Hamburg-Harburg

 

Fräulein Menke (Bild), Star der Neuen Deutschen Welle in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, begleitet den Poetry-Slam im Stadtpark von Hamburg-Harburg. Zwischen "Hohen Bergen" und dem "Tretboot in Seenot" tragen Hobby-Poeten mehr oder minder eingängige Texte mit Inhalten aus dem wahren Leben vor.

 

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Mai-Tour nach Ostfriesland

Ostfriesland zwischen Wind und Wasser

 

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Alex

Alex ist Escort in Hamburg. Er brauchte ein paar Bilder für das "Eigenmarketing". Wir bauten ein Zimmer in einem Stundenhotel zu einem mobilen Studio um. Er wußte genau, wie er auf den Bildern aussehen wollte, hatte verschiedene Outfits mitgebracht, in denen er abgelichtet werden wollte. 

 

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Philippe

Philippe ist Personal Trainer in Hamburg. Er hat einen Magisterabschlus in Romanistik und Germanistik. Seine etwas melancholische Mimik steht im starken Kontrast zu seiner maskulinen Erscheinung. Das macht den Reiz des 35-jährigen Franzosen aus.

 

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Hamburg gibt sich venezianisch

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LEO-Gala der DVV Media Group 2011

 

Josef Hattig, ehemaliger Wirtschafts- und Hafensenator von Bremen, ist für seine logistische Lebensleistung mit dem LEO 2011 ausgezeichnet worden. Hattig, heute Aufsichtsratsvorsitzender der BLG Logistics Group, nahm die Auszeichnung am 4. Februar in Hamburg entgegen. Neben der Kategorie "Lebensleistung" zeichnete die DVV Media Group fünf weitere Menschen in unterschiedlichen Kategorien aus. Das Bild zeigt Laudator Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG (links) und Oliver Detje, Verlagsleiter der DVZ Deutsche Logistik-Zeitung und Moderator des Abends.

 

Mehr Bilder mit weiteren LEO-Preisträgern 2011 und Gästen der anschließenden Party im Hamburger Curio-Haus nach dem Klick auf das Bild.

Hafenmuseum Hamburg

Wie man früher im Hafen arbeitete, alte Schiffe und Kräne, dies alles zeigt das www.hafenmuseum-hamburg.de.

 

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Frauen in der Logistik

"Frauen in der Logistik" ist eine Serie in der DVZ Deutsche Logistik-Zeitung. Sie stellt in unregelmäßigen Abständen solche Frauen vor, die in Führungspositionen noch immer eine Minderheit darstellen. Die Portraits sollen die Frauen fern ihres Schreibtischs in einer Umgebung zeigen, die zu ihren Interessen passt.

Das Eingangsbild zeigt Heike Clausen, Geschäftsführerin des Tankcontainervermieters VOTG in Hamburg. Sie hat eine starke Affinität zu China. Dorthin führt es die Managerin ab und zu aus geschäftlichen Gründen.

 

Mehr "Frauen in der Logistik" nach dem Klick auf das Bild.

Wohnen bei Michael

Alltagsszenen im Bild festhalten, das will Michael, der Medienmensch aus Hamburg. Also treffen wir uns in seinem stylischen Appartement im Stadtteil Winterhude und schauen, wie er so lebt.

 

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Fußballpause in Warnemünde

Während eines Besuchs in Warnemünde traf ich zufällig auf Andre (links) und Sebastian. Sie nutzten die letzten Sonnenstrahlen des spätsommerlichen Augusttags auf einem Sportplatz, hatten Fußball gespielt und ruhten sich nun aus. Spontan fragte ich beide, ob ich Bilder von ihnen aufnehmen dürfte. Sie hatten nichts dagegen. Es entstanden ein paar Aufnahmen von zwei Sportsfreunden, die auf mich ganz gelassen und authentisch wirken. Dank an Andre und Sebastian aus Warnemünde. (Aufnahmen nach einem Klick auf das Bild).

Christian - ein norddeutscher Jung'

Christian (28) ist ein echter norddeutscher Jung'. Sein kühler, frecher Charme gefiel mir sofort. Die Aufnahmen entstanden im trendigen Hamburger Schanzenviertel und in seiner Wohnung dort gleich um die Ecke. 

 

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Ruhr 2010

Ein Streifzug über das Gelände der Zeche Zollverein in Essen und den Landschaftspark in Duisburg.

 

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Länge über Puffer? 18 m. Mein Karte.

Rennautos, Flugzeuge, Bagger, vielleicht auch noch Schiffe - aber Kesselwagen? Wie uncool. Als Schüler protzten wir während elend langer Freistunden beim Quartettspiel mit PS-Zahlen, Verdrängungswerten oder Fluggeschwindigkeiten. Nun gibt es weitere technische Vergleichsmerkmale, die zum begehrten Quartett führen - und somit zum Sieg: Das Kesselwagenquartett des Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmens VTG sprengt alle bisher dagewesenen Dimensionen des flotten Vierers beim Quartett. So gehört die "Länge über Puffer" zu den Kriterien, das Volumen der Chemie-, Mineralöl-, Druckgaskessel- und Staubgutwagen, der "Äußere Achsstand" der Güterwagen und die "maximale Zuladung" - ein spielerisches Highlight aus der bunten Welt der Güterbahnen.

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"

1981 besuchen wir als Schüler mit unserem Geschichtslehrer die Ausstellung "Preußen - Versuch einer Bilanz" in Berlin. Im Gepäck habe ich als 20-jähriger Schüler eine primitive "Kodak Instamatic". Ich schieße ein paar Dias. Bevor sich die Filmemulsion nun gänzlich auflöst, habe ich die Dias digitalisiert. Die von der Feuchtigkeit angefressene Filmemulsion verstärkt den Vergänglichkeitscharakter der verhaßten Mauer. 

 

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Auf Augenhöhe mit der Harburger Rathausuhr

Die Uhr des Harburger Rathauses ist sonst unerreichbar. Im Oktober mutiert sie für ein paar Tage zur Wanduhr eines Kunstwohnzimmers. Möglich macht es die Installation des japanischen Künstlers Tatzu Nishi. Er baut vor die Rathausuhr ein komplett eingerichtetes Wohnzimmer und sorgt dafür, dass die Harburger über ein Gerüst (kleines Bild oben links) für ein paar Tage auf Augenhöhe erleben können, was die Uhr geschlagen hat.

 

 

Unterwegs an der Schlei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Glanzvolle Nacht der LEO Awards 2009

Am 11. September feierten einige hundert Gäste in Hamburg die Nacht der LEO Awards 2009. Die DVZ Deutsche Logistik-Zeitung und Sponsoren hatten zur glanzvollen Gala eingeladen. Persönlichkeiten aus Transport und Logistik wurden in sechs verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Anschließend stieg eine rauschende Party.

 

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Bundeskanzlerin Merkel besucht Fiege

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Wanderung durch Brandenburg

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CSD 2009

Triathlon - ITU World Championship Hamburg 2009

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Passtscho - Wandern am Dachstein

Eigentlich ist eine Fahrradreise entlang der Donau von Passau nach Wien geplant, Wandern ohne Fahrrad ist nur Plan B. Weil im Intercity nach Passau schon Wochen vor Reisebeginn keine Fahrradstellplätze mehr frei sind, entscheiden wir uns für einen Wanderurlaub in der Dachstein-Tauern-Region, gebucht über den Veranstalter Natours. Die Entscheidung erweist sich als goldrichtig, denn weite Teile Österreichs versinken Ende Juni in einem Balkantief, das auch die donaunahen Regionen um Linz und Krems sowie Niederösterreich und Teile des Burgenlands ebenfalls nach tagelangem Regen unter Wasser setzt.

 

Die ersten Tage in Schladming, am Fuße des Dachstein-Massivs im Ennstal, sind feucht und kühl. Morgens sind die Berge in dichten Nebel gehüllt, was unseren Drang dorthin nicht bremsen kann, wenn auch nach drei, vier Stunden Dauerregen die Mienen der Mitwanderer ein wenig düster, wenn nicht bemüht optimistisch ausschauen. Apropos Mitwanderer. Die Gruppen mit den Gästen im Wanderhotel Steirerhof setzen sich alle paar Tage neu zusammen, Gäste reisen ab, neue kommen hinzu. Darunter sind jüngere Trainierte, aber auch gut konditionierte Mitwanderer über 50 und 60. Eine Krankenschwester, ein Zahnarzt, eine Heilpraktikerin, Behördenmitarbeiter, der Durchschnitt halt. Keine Eventsüchtigen, sondern Naturfreunde, die am Ballermann nicht glücklich werden würden. Das Berufliche spielt keine Rolle. Die Gäste haben keine Lust, über berufliche Dinge zu sprechen. So halten sich Fragen wie “Was machst Du denn beruflich” in Grenzen.

 

Sympathisch sind die allein reisenden Damen. Es gibt eine Hedwig aus Freiburg, eine Inge aus München und eine zweite Hedwig (mit Partner), die wir wegen ihrer belgischen Herkunft (Antwerpen) fortan die “flämische Hedwig” nennen. Verrückt, was wir im Alltag ehe widerwillig tun, machen wir im Urlaub ganz freiwillig: Um sieben Uhr aufstehen, halb acht frühstücken und pünktlich um 9 Uhr Abfahrt mit dem Wanderbus zum Ausgangspunkt der Wanderungen. Karli, wegen der Namensgleichheit mit seinem Vater, dem Seniorinhaber des Hotels, Karl Pitzer, mit einem “i” versehen, versteht es jeden Morgen aufs Neue, die heterogene Gruppe zu motivieren und schon beim Frühstück mit seinen Tourenbeschreibungen aufzuheitern. Er wählt Wege, passend zum Wetter, die jeder bewältigen kann, und trotz der anfänglich feucht-kühlen Witterung strahlt er immer Tatkraft und gute Laune aus. Er ist ein sportlicher, groß gewachsener, natürlicher Enddreissiger mit jungenhaftem Charme. Keine Frage, ein Frauentyp. Er hat eine gute Art, seinen Gästen die eine oder andere Unwägbarkeit der Wanderstecke schmackhaft zu machen. “Links geht’s halt hoch und rechts geht’s halt runter.” Die Bergrealität ist einfach, genauso wie die immer gleichen Fragen der Mitwanderer: Ist das Weg steil? Muss man da kraxeln? Schaffe ich das überhaupt? Wie lange geht die Tour? Wird es regnen, scheint die Sonne? Karli beantwortete alle Fragen mit einer gleich bleibenden freundlichen Engelsgeduld. Manche Wanderung nimmt spontan eine Wendung, etwa dann, wenn es an einer Weggabelung heißt: Ihr könnts da auf dem leichteren Weg weitergehen, aber hier hinauf hats eine schöne Sicht, ihr müsst halt a bisserl aufpassen. Dann packte einen schon der Ehrgeiz. Den “Micky-Maus-Weg” gehen - das muss ja nicht sein. Also stiefelt man mit, bis über 2000 m Höhe, auch wenn der mitunter steile und schmale Weg im Unterbauch des schwindelanfälligen Flachlandtirolers ein heftiges Magenkribbeln verursachte. Belohnt wird die Überwindung der Angst mit spektakulären Aussichten auf die Dachsteinwände, tiefblau schimmernde Seen, einem Erinnerungsfoto neben dem Gipfelkreuz und dem Gefühl, ein Ziel erfolgreich erreicht zu haben.

 

In den ersten Tagen spüre ich, was zu befürchten war. Mein linkes Knie tut höllisch weh. Besonders beim Bergabgehen durchschießt bei jedem Schritt ein heißer, stechender Schmerz das linke Band der Kniescheibe. Oh weh, muss ich nun den Rest des Urlaubs doch noch Micky-Maus-Wege gehen oder auf dem Hotelbalkon lesen, derweil mein Blick sehnsuchtsvoll auf den Hochwurzen schweift? Ich entscheide mich für “nein”, humpele auf dem Rückweg einer Wanderung bei Sport-Willy vorbei und kaufe mir für schlappe 30 EUR eine Bandage aus Neopren. Sie linderte den Schmerz ein wenig, und ein, zwei Tage später spürte ich vom Knie kaum noch etwas - einfach mit Bewegung und steigender Beanspruchung wegtherapiert. Vom Orthopäden wird keine Rechnung kommen.

 

Während des täglich dreigängigen Abendessens steigt mein Knie schnell zum Gesprächsthema auf, bündeln sich darin doch sämtliche anderen Wehwehchen der nicht mehr ganz taufrischen Mitwanderer. Die flämische Hedwig bietet mir ihre pflanzliche Heilsalbe an, und mindestens drei Mal am Tag werde ich teilnahmevoll gefragt: “Claus, was macht Dein Knie?” “Wird besser”, antworte ich mit einer Gegenfrage: “Und Deine Achillesverse?” Leidensgenossin Inge aus München, eine vitale, freundliche, sympathische Wandergenossin, hat Probleme mit der Achillessehne. Zwei Tage muss sie deswegen nun schon pausieren, aber jetzt wird zurückgecremt, und zwar wieder mit Hedwigs Zaubersalbe. Die nächste Tour ist Inge wieder mit von der Bergpartie, zwar immer noch nicht ganz schmerzfrei, aber sie machte kein großes Aufheben darum. Frauen sind eben doch die härteren Männer.

 

Nicht nur in Punkto Heilsalbung erweist sich die flämische Hedwig als eine echte Bereicherung in der Wandergruppe. Mit großer Leichtigkeit geht sie auf den Wanderungen vorneweg und sie schafft etwas, was keinem anderen gelingt: Sie transpiriert fast gar nicht, obwohl sie Baumwollkleidung trägt, während wir in unseren Funktionshemden und Schöffel-Shirts fast ertrinken. Fast glauben wir an ein Wunder. Sie sagt, sie “habe die Bergziege in sich entdeckt”, und wenn man ihren leichten Gang sieht, glaubt man ihr das sofort.

 

Die Berge tun uns gut, Wirtschaftskrise, Terminhatz und nervige Kollegen sind schon nach der ersten Wanderung vergessen, und noch ein paar Tage später stellt sich ein leichter Trainingseffekt ein, die Grundkondition wird besser. Nun schlägt die Geburtstunde der guten Vorsätze. Wenn mir die Bewegung hier so gut tut, wird sie mir auch im Alltag nützen. Soll ich mit Nordic Walking anfangen, diesem uncoolen, affektierten Powerwandern? Meine Mitwanderin aus dem Burgenland sagt “ja”, drei Mal die Woche 30 Minuten würden für den Anfang genügen, empfiehlt sie. Gleichzeitig erklärt sie mir, wie man die Walkingstöcke richtig einsetzt. Auch lerne ich, dass Wander- und Walkingstöcke zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Walkingstöcke sind leichter. Von Exemplaren, die in der Höhe verstellbar sind, rät sie mir ab. Gleich die passende Größe kaufen.

Am Wochenende bietet das Hotel keine geführten Wanderungen an. Wer umfreundlich ohne Auto angereist ist, muss nun zusehen, wie er mobil bleibt. Gleich in der Nähe des Hotels, es liegt auf einem Plateau auf über 1000 m Höhe, verlaufen zwar ein paar Micky-Maus-Wege wie zum Beispiel der “Weg der Besinnung”, aber das ist etwas für die “Oma nach dem Kaffeetrinken”, sagt mein Mitwanderer Rainer aus Mainz.

Sonnabend  nimmt uns Karlis Bruder Markus mit hinab ins Tal nach Schladming zur Planai-Seilbahn, dem Ausgangspunkt unsere Tageswanderung auf den Krahbergzinken. Zurück ins Hotel nach Pichl nehmen wir zu Sechst ein Sammeltaxi in Schladming für 5 EUR pro Person, da kann man preislich nicht meckern, oder wie der Österreicher sagt: Das "passtscho". Am Sonntag haben wir wieder Glück. Ein Ehepaar aus Frankfurt nimmt uns im Auto mit ins Obertal, dem Ausgangspunkt für eine Rundwanderung zum Duisitzkarsee. Die Tour dorthin verläuft zwar im Dauerregen, ist anspruchsvoll, aber die Stimmung in der Wandergruppe ist trotzdem gut. Gerd und Dorothea kennen sich in Flora und Fauna gut aus, weshalb wir noch etliche lehrreiche Hinweise mit auf den Weg bekommen. Es gibt zum Beispiel auch einen gelben, gefleckten Enzian, lerne ich. 

Um den Ofen in der Mitte der Duisitzkarhütte hängen Stangen zum Trocknen der von Innen und Außen völlig durchnässten Kleidung. Gleich darunter schwenkt die Wirtin gußeiserne Pfannen und Töpfe, es wird der köstlichste Kaiserschmarrn meines Lebens. Ein Stück Textil über der Trockenstange darüber gerät aus der Balance und rutscht in die Pfanne, zum Glück ist meine Mehlspeise schon unterwegs zu mir. Es sei eh nur Pflanzenöl in der Pfanne, kommentiert die Wirtin das kleine Malheur trocken - passtscho. Auch für die neu hinzugekommenen triefenden Regenwanderer hat sie einen Tipp. “Eure Sachen könnt ihr ruhig dahin legen, trocken werdens eh nicht”.

Der Abschied am letzten Tag fällt schwer, die nächste Wanderung läuft ohne uns, zehn Tage sind um, wie müssen zurück in die große Stadt. Hektik, Handyklingeln in der Bahn, zischende Musikfetzen aus den Ohrstöpseln zukünftiger HNO-Patienten, Wirtschaftskrise und schlechtere Luft. Nun wissen wir genau, was uns in diesen Tagen nicht gefehlt hat und was uns in den kommenden Monaten fehlen wird: Bewegung zwischen lauter “Bergpersönlichkeiten” (so nennt der dortige Bergführer und Fotograf Herbert Raffalt die Berge), die Begegnung mit erdverbundenen, herzlichen und fleißigen Wirtsleuten und nette Gespräche mit unseren Wandergenossen. 

2. Hachede-Triathlon in Geesthacht

So sehen Gewinner aus. Johannes Müller (Jahrgang 1984) vom Polizeisportverein (PSV) Eutin hat den 2. Hachede-Triathlon am 14. Juni in Geesthacht gewonnen. 1,5 km Schwimmen, 42,2 km Rennrad und 10 km Laufen, das bewältigte der Triathlet in 2 Stunden, einer Minute und 19 Sekunden.

175 Jahre Reederei Rickmers - Senatsempfang

Bevor sich die Reeder und Unternehmer Bertram (links) und Erck Rickmers (rechts) mit Familie und Gästen zum Festessem in die Hamburger Handelskammer zurückziehen, tun sie das, was dem hanseatischen Kaufmannsgeist zugesprochen wird: Sie lassen andere an ihrem Erfolg teilhaben. Die sechs Nullen hinter der Eins auf dem Spendenscheck wiegen etwas schwerer, sodass Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (zweiter von rechts) tragen hilft. Den Scheck nimmt der Gründer und Vorstandsvorsitzende des World Future Council (WFC), Jakob von Uexküll, entgegen. 

"Jedermann": Der Tod an der Tafel

Wo gibt es denn das? Der Teufel verstreut seine Tiraden von der Kanzel, herrlich überzogen und furios dargestellt von dem Amateurschauspieler Rüdiger Reichard. In der evangelischen Kirche St. Michaelis im Hamburger Stadtteil Sülldorf herrscht am 10. Juni der Ausnahmezustand. Der reiche Kaufmann Jedermann (Hajo Hildebrandt) muß sich aufs Sterben vorbereiten. Auf seinem letzten Weg will ihn aber niemand begleiten. Als der Tod nach Jedermann greift, wird es einsam um den reichen Mann. Die Amateurschauspieler um Regisseurin Antje König haben für ihre Interpretation des Mysterienspiels mit einer Kirche eine passende Bühne gefunden. Als Jedermann am Ende doch noch gottesgläubig wird, erhellt sich das über allem Schauspiel schwebende Kreuz - das kann doch kein Zufall sein. Direkt unter dem riesigen Kreuz des sterbenden armen Mannes namens Jesus nimmt das Sterben des reichen Mannes seinen Lauf. Es ist anspruchsvolles Amateurtheater. Die letzten Stunden vor dem Tod nimmt Hildebrandt spielerisch gesehen eher norddeutsch, gedämpft, gelassen. Das leidenschaftliche Festhalten und Zappeln und Zetern am letzten Lebensfädchen kommt leicht unterkühlt rüber. Das muß aber nicht schlecht sein, denn Jedermann ist ein zeitloser Stoff für alle Temperamente und Regionen. Die lang bestehende Gruppe um Antje König hat das Stück mit einer beachtlichen Professionalität auf die Bühne, oder besser in den Altarraum gebracht.

Unter den Besuchern am 10. Juni sitzt in der letzten Reihe auch der Schauspieler Walter Giller. Er soll zum Freundeskreis der Regisseurin gehören. Nun kann er vergleichen, wer die Buhlschaft ausdrucksvoller gespielt hat: Seine Frau Nadja Tiller vor über 40 Jahren in Salzburg oder die Laienschauspielerin Ute Jarosch in der Sülldorfer Kirche.

(Mehr Szenenbilder nach dem Klick auf das Bild).

100 Prozent Stimmungszuwachs - Stroomer PR wird 10

"Alles minus 20 bis 30 Prozent". So faßte mein Tischnachbar das gegenwärtige Krisenphänomen in der Transport- und Logistikbranche zusammen. Das traf aber nicht auf die Stimmung während der Jubiläumsparty der Agentur Stroomer PR zu: Da galt ein Zuwachs von mindestens 100 Prozent. Geis, der Paketdienst GLS, M+M, Steinle, Rieck, Logwin, Hamburger Logistik-Initiative, die Stückgutkooperation IDS und etliche andere gehören zum Kundenstamm der rührigen PR-Dame und Firmenchefin Christina Stroomer. Als Event-Location hatten sie und ihre mittlerweile 20 MitarbeiterInnen das Alte Hauptzollamt gleich im Schatten der historischen Speicherstadt gewählt. 

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Zwischen Este und Oste: Ausflug ins Kehdinger Land

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Altmühl-Radweg - die Unvollendete

Von Rothenburg ob der Tauber bis Kelheim sollte die Tour gehen, doch anhaltender Regen am dritten Tag ließ uns in Eichstätt abbrechen. Dennoch ist der Radweg durch den Naturpark Altmühltal ein Genuß. Mehr Bilder nach Klick auf das Bild.

Polypen - Adenome - Karzinome

Horrorgarten der Polypen und Karzinome: Im Innenhof des Asklepios-Krankenhaus von Hamburg-Barmbek war ein "begehbarer Darm" ausgestellt. Zu Anschauungszwecken ausgestattet mit allen Arten von Wucherungen, die eine Darmwand befallen können, fühlte sich der Besucher wie in einem unheimlichen Märchenwald. Von allen Seiten wucherten dem Passanten Adenome, Polypen und andere absonderliche Gewächse entgegen, fast wie in einer Fantasie-Höhle. Die begehbare Röhre war nur acht Meter lang, kurz vor dem Ausgang dann der Höhepunkt: das Karzinom, also Krebsgeschwür, das sich schon durch die Wand gefressen hat. Eindringlicher kann Anschauungsunterricht für Krebsvorsorgemuffel kaum sein. 

ocre - Fotografien von Horst Ewerlin in Eutin

"Ich bin ein visueller Typ" - sagt der Fotograf Horst Ewerlin und zeigt detaillierte Ausschnitte seiner Wanderungen durch die Ockerbrüche bei Roussillon (Südfrankreich). Die ersten Besucher seiner Fotoausstellung am 20. März in Eutin schauten genauer hin, denn einige der Bilder wirken wie gemalt, fast abstrakt. Dabei sind sie die Drucke absolut unverfremdet auf Papier gelangt. Wie es zu diesem Eindruck kommt, erklärt der Fotograf in einem ganz persönlichen Interview, sein erstes übrigens. Das Bild zeigt Ewerlin (stehend, hinten links) bei der Ausstellungseröffnung im Cafe von Hans-Peter Klausberger in Eutin. Sein Partner Thorsten Blume (rechts) führt in die Ausstellung ein. (Foto: Romanus Fuhrmann)

Rosenmontag in Beckum

Zum weiten Mal luden Unternehmerin Petra Schrader und Geschäftsführer Lutz Gösslinghoff einen verlesenen Kreis von Vertretern aus der Mineralölindustrie und der Fachpresse in das Werk von Schrader T+A Fahrzeugbau nach Beckum-Vellern ein. Auf den diesjährigen "Rosenmontagsgesprächen" drehte sich tagsüber alles um die technischen und rechtlichen Anforderungen beim Umschlag und Transport ethanolhaltiger Gemische. Abends prüften die Gäste in einer praktischen Versuchsreihe in den Beckumer Kneipen, wie sich diese Gemische auf den menschlichen Organismus auswirken. Wegen eines schweren Unfall der Beckumer Karnevalsprominenz fiel der Rosenmontagszug in der westfälischen Karnevalsmetropole Beckum zwar aus, das galt aber nicht für die Kneipen. Torsten Bütow (links) von BP in Bochum erschien als Pistolero. Die Pistole hätte Bütow gar nicht ansetzen müssen, denn Gefahrgut-Zauberlehrling Jörg Holzhäuser (rechts) aus dem rheinland-pfälzischen Verkehrs- und Weinbauministerium hatte die Zaubertricks aus dem Gefahrgutregelwerk "ADR 2009" längst schon verraten. In der Mitte Petra Holzhäuser als Teufelchen. 

19. Deutscher Gefahrgut-Preis

Peter Kröger, Gefahrgutkoordinator bei Shell Deutschland Oil, wird mit dem
19. Deutschen Gefahrgut-Preis ausgezeichnet. Knapp 200 Mitglieder aus der Gefahrgutfamilie feiern im Hamburger "Interconti". Am Rand der Feier beantwortet Kröger ein paar Fragen.

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Deutschland wrackt ab - für 2500 Euro

Zweieinhalbtausend Euro aus der Staatskasse für ein hochbetagtes Auto, wenn im Gegenzug ein neues gekauft wird - das zieht.  Die Händler streichen die Rabatte, die für den Käufer vielleicht noch günstiger ausfallen würden als die Abwrackprämie. Nur weil es zweieinhalbtausend Euro aus der Staatskasse gibt, vergessen Zehntausende, dass sie ein Auto unter weitaus günstigeren Konditionen erwerben könnten. Endlich können die Händler von den ungeliebten Rabatten ablenken, denn es gibt ja die Abrwackprämie. Optisch weist mancher Händler auf die Abwrackprämie so hin, als wäre er es, der die Prämie gewährt und nicht der Staat - eine Dummenfängerei, die von der Schnäppchengier der Verbraucher genährt wird. Wenn es etwas geschenkt gibt, setzt der Verstand mitunter aus. 

Manöver auf dem Trockenen

In Hamburg geht ein neuer Schiffssimulator in Betrieb. Im Maritime Training Center (MTC) können Lotsen, Kapitäne und Schiffsingenieure so ziemlich alles lernen, was man können muß: ein 370 m langes Containerschiff durch den Hafen zu manövrieren, Sprechfunk- und Radargeräte bedienen, Schiffsdieselmotoren reparieren oder Tanker löschen und entladen. Mittelpunkt ist die Schiffssimulationsanlage mir 360-Grad-Rundumsicht (Bild). Das einzige, was sich bewegt, ist die in eine Rotunde projizierte Szenerie wie zum Beispiel oben im Bild zu sehen. Die "Marit Maersk" nimmt Kurs auf den Waltershofer Hafen, links die Elbhänge von Blankenese.  Eine Woche vor Ankunft der "wahren" "Marit Maersk" üben Hafenlotsen das Manövrieren auf dem Trockenen. Weitere Bilder nach dem Klick auf das Bild.

Pilze mit Pelikangeschmack - Max Goldt liest und signiert

Wohin führt uns die Erderwärmung? Wie begegnet der Gast dem aufdringlichen Plusquamperfekt des Kellners in einem Berliner Restaurant? Das sind Fragen, welche die Existenz in den Grundfesten berühren. Der Schriftsteller Max Goldt stellt sich diesen Fragen, öffentlich in Lesungen wie jüngst nach Weihnachten im Hamburger Schauspielhaus, und er scheut vor Antworten nicht zurück. 

Um Frage eins gleich aufzulösen: Pelikane verlagern ihren Lebensraum nach Deutschland und sammeln Pilze, die sie in ihren Kehlsäcken abtransportieren. Der dabei an den Pilzen entstehende Haugout wird von einem Sternekoch aus Baiersbronn hoch geschätzt. Und was das Plusquamperfekt angeht (ob denn der Gast zufrieden "gewesen" sei) hilft eine rasch dahingenuschelte An- oder Erwiderung im gleichen Tempus.

Eine Wanderung auf den Seelower Höhen inspiriert Max Goldt zu neuen Gedanken über die Entwicklungsgeschichte der Umhängetasche. Dabei ist ihm kein Bogen zu weit, wenn seine Ab- und Rückschweifungen bis in die Bronzezeit reichen. Goldt beobachtet seine Umgebung und das Geschehen in gedruckten und elektronischen Medien haargenau und überspitzt, sprachlich messerscharf bis ins Absurde. Wer keinen Sinn für das Detail hat, für Skurriles und Absurdes, wird an den Texten wenig Freude haben. Seine Texte beginnen gebündelt und verlieren sich bald in zahlreichen sprachlichen und thematischen Abzweigungen und mitunter auch in Sackgassen. Letzteres dann, wenn er sagt, dieser Text sei noch unvollendet, ein Fragment oder "diesen Schluß muß ich noch einmal neu schreiben". Goldt führt in seinen Texten auch vor: den Bildungsspießer mit seinen geheiligten Büchern, die infantile, sexuell unterversorgte mittelalte Frau mit Bärchen am Reißverschluß des Rucksacks. Ein wenig von sich selbst findet der Zuhörer oder Leser immer. Vergnügliche zwei Stunden Unterhaltung bieten Goldts Lesungen. 

Dagegen ist der Eintrittspreis, der in etwa dem monetären Gegenwert dreier Schachteln "Kurmark Filter" entspricht, als preiswert zu bezeichnen. Das Bild entstand während der anschließenden Signierstunde im Foyer des Hamburger Schauspielhauses. 

Der Affe am Klavier

Die "Sparks" veröffentlichen in Deutschland ihre neue CD "Exotic Creatures of the Deep  - Anlaß für ein paare Fragen an einen treuen Anhänger.  

Tanz ums Bild auf der Photokina

Nächtliches Joho-Tralala in der Staatsoper

Eigentlich sollen es "Tage des Zorns" werden, mit Mad Mikkelsen in der Hauptrolle. Weil der sich außerplanmäßig eine Stunde später erzürnen soll, erinnern wir uns der just für diesen Tag angesetzten "Langen Theaternacht". Es beginnt in den Kammerspielen, beim Abaton gleich zwei Straßenecken weiter, mit einer Probe von "Mobbing". Der Shuttle-Bus bringt uns weiter zur Staatsoper. Dort das Finale von Falstaff und ein öffentliches Singen mit dem Chor der Hamburgischen Staatsoper (Joho-Tralala aus dem "Freischütz" von Weber). Auf der Probebühne schließen sich 30 Minuten "Hamburger Lieder" an. Im Ohnsorg-Theater herrscht Überfüllung. Auszüge von "Rock op Platt" erleben wir in Bruchstücken durch die geöffnete Saaltür. In der Kantine vom Schauspielhaus nehmen wir den Absacker. Fazit: Drei Stationen in einer Theaternacht hätten auch genügt.

Die Nacht der DVZ-LEO-Awards 2008

13. Cyclassics

Sommerfest der Logistik-Initiative Hamburg

Sprünge aus der Takelage

Dauerregen an der Hafenkante. Wenn man die Kamera nicht ertränken will, kann man die Bilder nur aus dem improvisierten Schutz einer Plastiktüte aufnehmen. - Zehn der weltbesten Klippenspringer sind 25 m Höhe von dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" in die Elbe gesprungen. Der Wettbewerb, bei dem fünf internationale Wertungsrichter für die gesprungenen Salti und Schrauben Noten vergaben, bildete den Abschluss des "Cliff Divings" in der Hansestadt. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien und Anna Bader aus Mainz. Die 24-jährige Studentin war die einzige Frau im Starterfeld.

Dauerregen an der Hafenkante. Wenn man die Kamera nicht ertränken will, kann man die Bilder nur aus dem improvisierten Schutz einer Plastiktüte aufnehmen. - Zehn der weltbesten Klippenspringer sind 25 m Höhe von dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" in die Elbe gesprungen. Der Wettbewerb, bei dem fünf internationale Wertungsrichter für die gesprungenen Salti und Schrauben Noten vergaben, bildete den Abschluss des "Cliff Divings" in der Hansestadt. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien und Anna Bader aus Mainz. Die 24-jährige Studentin war die einzige Frau im Starterfeld.

Hamburg macht blau: Empfang für "Queen Mary 2"

Spur der Grenzsteine: Entlang der Oder-Neiße

 

Etwa 600 km von Zittau in Sachsen nach Ahlbeck an die Pommersche Bucht und von dort noch knapp 100 km auf dem Ostseeradweg nach Greifswald. Auf dem Weg liegen verlassen wirkende Dörfer, endlose Fahrten am Oderdeich, Erfrischungsbäder im 23 Grad warmen Stettiner Haff, restaurierte Schlösser, bewusst enge Überholmanöver aggressiver junger ostdeutscher Autofahrer, ignorante Zimmervermieter, sichtbare Zeugnisse der Folgen des zweiten Weltkriegs, geteilte Städte mit sichtbarem Wohlstandsgefälle, Nächte auf viel zu weichen Matratzen in kitschigen Privatzimmern und hier und da ein Grenzübertritt ins Nachbarland Polen, das seit Dezember 2007 die Grenzkontrollen getreu des Schengener Abkommens eingestellt hat. Wir durchqueren Dörfer und Kleinstädte, die es schon vor 700 oder 800 Jahren gab, als slawische Stämme diese Region besiedelten. Zahllose rudimentäre Brückenpfeiler und etliche unterbrochene Bahnlinien erinnern an die Zeit, als Oder und Neiße noch eine bewachte Grenze bildeten. Inzwischen kommen sich die Bürger beider Uferseiten im kleinen Grenzverkehr wieder näher. Im mecklenburg-vorpommerschen Löcknitz gibt es ein Deutsch-Polnisches Gymnasium und die Tourismusbehörden beider Länder versuchen, die Radwanderer auf ein integriertes Wegenetz diesseits und jenseits von Oder und Neiße zu locken.

Städte wie Schwedt und Eisenhüttenstadt, die man eher mit schmutziger Industrie verbindet, sind hübscher als im Voruteil. In fast jeder Stadt an der Oder führt eine Brücke ins Nachbarland, auf der Fußgänger und Radfahrer die Grenze kreuzen. Das Wohlstandsgefälle ist optisch sofort am baulichen Zustand der Häuser erkennbar.

 

Privatgespräche ergeben sich mit den Zimmervermietern selten. In Forst zum Beispiel, einer unglaublich deprimierenden Stadt, ist die Vermieterin Frau K. besonders freundlich. Fast ein Drittel der 30.000 Bewohner hätte Forst nach der Wende verlassen, erzählt sie uns. Die nach einem langen Fahrradtag heiß ersehnte Dusche wird erst warm, nachdem sie ihren Sohn telefonisch gefragt hat, welchen Knopf man an der Theme drücken müsse. Frau K. erzählt uns, dass ihre Tochter eine ambitionierte Radrennfahrerinn ist - natürlich im Westen. Ansonsten sind die Kontakte zu den Ostdeutschen sachlich und distanziert. Man bemüht sich nicht mehr viel, miteinander ins Gespräch zu kommen. Beide Seiten haben sich damit abgefunden, dass sie von unterschiedlichen Mentalitäten geprägt sind. Kurze Zimmereinweisung, Schlüsselübergabe, Bezahlen schon am Abend, und am nächsten Morgen geht es oft ohne Abschied weiter.

 

In Brieskow-Finkenheerd, der Ort war von der Oderflut 1997 besonders stark betroffen, hat der Vermieter, ein Fischer, sein Boot mit komfortablen Sitzplätzen ausgestattet. Am Bug steht der Flachbildschirm. Seine Kumpel wollen das Endspiel der Fußballeuropameisterschaft verfolgen. Vom Endspiel bekommen die beiden Reisenden die etwas kläglichen, verzögerten Anfeuerungsrufe der mit Nationaltrikots bekleideten Fischerfreunde mit. Im Zimmer steht ein Bildschirm, der so klein ist, dass man den eingeblendeten Spielstand nicht erkennen kann, ohne mit den Augenwimpern gegen die Mattscheibe zu stoßen.

 

Das im Zimmerpreis enthaltene Frühstück besteht meist aus billigen Aufbackbrötchen und nach nichts schmeckendem Billigkäse aus der Folie. Auf Vegetarier sind die Zimmervermieter so gut wie gar nicht eingestellt. Vegetarisch zu frühstücken heißt ganz einfach die Wurst wegzulassen - ohne entsprechende Alternativen. Das heißt: Wenn der mitreisenden Freund vegetarisch frühstücken will, wird mir die Wurst gestrichen - ein Gerechtigkeitsprinzip, das man schon aus dem Berufsleben kennt.

 

Im sogenannten Kaiserbad Ahlbeck (kaiserlich ist allenfalls das Wetter), dort zahlen wir in der Pension "Transvaal" für zwei Nächste 175 EUR, werden wir so empfangen: "Sind das Ihre Fahrräder? Die müssen aber in den Ständer". So empfängt man Gäste: Mit einer Reglementierung - keine Begrüßung, keine Vorstellung, unwissend, dass ein mit 30 kg beladenes Fahrrad in einem Fahrradständer keinen Halt finden würde. Der Mann entpuppt sich als der Schwiegersohn des Wirts. Der Wirt, ein sich neureich, oder vielleicht besser neuwohlhabend gebender Mann, schenkt morgens im Frühstücksraum den Kaffee persönlich ein. Woran mag es nur liegen, dass er die beiden Männer dabei immer vergißt. Liegt es vielleicht daran, dass sie im toten Winkel sitzen oder eben, weil es zwei Männer sind? Ohne ein wiederholtes Bitten ist der gewohnte Coffeinspiegel nicht zu erreichen. Auch diese Pension verlassen wir grußlos. Kein "Waren Sie zufrieden?", kein "gute Weiterfahrt". Wir "durften" dort unsere Räder abstellen, wir "durften" dort übernachten, und wird "durften" dort 175 EUR zurücklassen. Von einer dem Gast zugewandten Dienstleistungsmentalität ist nichts zu spüren. Vielleicht haben es die Betriebe in dem am Wochenende fast ausgebuchten Ahlbeck auch gar nicht nötig.

Entschädigt werden wir durch warmes Sommerwetter, das schönste dieser Tage in ganz Deutschland, weiße Strände und ein "Radeberger" auf der berühmten Seebrücke. Auf der dem Meer zugewandten Seite des Restaurants auf der Seebrücke ist Samstagsabendtanz mit allem was dazu gehört: Einem Diskjockey, der "Griechischer Wein" auflegt und vornehmlich sehnsuchtsvolle Ostschlager. Eine allein am Tisch sitzende Frau in weißer Hose und einem etwas zu groß gemusterten Oberteil gönnt sich einen Weißwein mit Blick auf den roten Sonnenball. 

  

Das Schöne an den Radwanderungen ist ja, dass man immer auch ganz schnell wieder weg ist.

Rhino Awards 2008 "Auf Schalke"

50 Jahre ATP-Prüfstelle beim TÜV-Süd

Chemielogistiker Talke nimmt Containerterminal in Betrieb

Über 250 Gäste feiern mit der Unternehmerfamilie Talke - hier Gründersohn Armin (links)  und sein Sohn Alfred -  in Hürth bei Köln die Eröffnung eines neues Containerterminals. Bei Currywurst, Reibekuchen und Erdbeerschnitten ist viel über die fachgerechte Lagerung von Tankcontainern zu lernen.

Kulturelle Landpartie im Wendland

Zwischen dem 1. Mai und Pfingsten öffneten die kreativen Bewohner des Wendlands ihre Türen. Maler, Bildhauer, Fotografen, Textil- und Schmuckdesigner zeigten ihre Werke in Scheunen, Ställen und unter freiem Himmel.  

Jahresversammlung der Cool Chain Association, Bonn

"Keep cool and healthy" war das Motto der diesjährigen Hauptversammlung der Cool Chain Association (CCA) im Bonner Hotel Königshof. Eingeladen hatten CCA-Chairman Robert Arendal (links) und CCA-Generalsekretär Christian Helms (rechts). Am Abend des 8. Mai erlaubte Helms einen Blick hinter die Kulissen von "Rungis express", einem Feinkost-Großhandelsunternehmen, das die gehobene Gastronomie mit so ziemlichem allem beliefert, was den Gaumen erfreut. Helms hat das vor einigen Jahren in Insolvenz gegangene Unternehmen im Jahr 2005 übernommen und als Chief Executive Officer (CEO) wieder in die schwarzen Zahlen gewirtschaftet. Er bewirtete die Teilnehmer der Konferenz mit auserlesenen Produkten. Bei Kaninchen und Thunfisch auf Meeresalgen "cool" zu bleiben, das fiel allerdings schwer.

CSD 2017 Hamburg

Landschaftspark Duisburg

Unterwegs im Landschaftspark Duisburg. Alle Bilder mit Lumix GX 8, Festbrennweite Panasonic/Leica, 50 mm KB,

f 1,4.


Besuch der Herrenhäuser Gärten in Hannover


New York City and State

Auf den Spuren wiederentdeckter Verwandter in New York City.


Auf den Spuren der Teilung in Berlin

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Auf Europas größter Flußinsel in Hamburg-Wilhelmsburg

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Wintertag in der Hamburger "City Nord", einer Geisterstadt aus Beton

Wintertag in der Hamburger "City Nord", einem aus heutiger Sicht architektonischem Albtraum.

Wanderungen zwischen Brixen und Meran/Südtirol

Wanderungen zwischen Brixen und Meran durch Südtirol.

Das Bild zeigt die Gärten von Schloss Trauttmannsdorff, den botanischen Garten von Meran. Veranstalter war www.natours.de.

 

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Eindrücke aus Weimar - Bitterfeld-Wolfen - Dessau

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Reunion after more than 60 years - Chris and Lewie meet Chris' relatives in Papenburg (Northern Germany)

Dear family, here are the pictures. To see more pictures please click on the picture and type in the password which I send you in a separate mail.

Alster-Fontäne auf Tournee in Harburg

Für zwei Wochen war die Alsterfontäne zu Gast auf dem Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark südlich der Elbe. Dank steifer Seitenwinde kam das Wasser den Spaziergängern näher als ihnen lieb war. (Klick auf das Bild)

Besuch der Kunststätte Bossard

Zwischen Jesteburg und Lüllau im Landkreis Harburg hatten sich Johann Michael Bossard (Bild/gestorben 1950) und seine Frau Jutta Bossard-Krull (gestorben 1996) einen künstlerischen Lebensraum geschaffen. Expressionistische Wandmalerei und Raumausstattung in der "Kunststätte Bossard" www.bossard.de sind erhalten (Klick auf das Bild).

Auf dem Donauradweg von Passau nach Wien

 

Schöne, vielfältige Landschaften, ein komfortabel ausgebauter Radweg: Entlang der Donau auf dem meist befahrenen Flußradweg von Passau nach Wien.

 

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Poetry-Slam in Hamburg-Harburg

 

Fräulein Menke (Bild), Star der Neuen Deutschen Welle in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, begleitet den Poetry-Slam im Stadtpark von Hamburg-Harburg. Zwischen "Hohen Bergen" und dem "Tretboot in Seenot" tragen Hobby-Poeten mehr oder minder eingängige Texte mit Inhalten aus dem wahren Leben vor.

 

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Mai-Tour nach Ostfriesland

Ostfriesland zwischen Wind und Wasser

 

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Alex

Alex ist Escort in Hamburg. Er brauchte ein paar Bilder für das "Eigenmarketing". Wir bauten ein Zimmer in einem Stundenhotel zu einem mobilen Studio um. Er wußte genau, wie er auf den Bildern aussehen wollte, hatte verschiedene Outfits mitgebracht, in denen er abgelichtet werden wollte. 

 

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Philippe

Philippe ist Personal Trainer in Hamburg. Er hat einen Magisterabschlus in Romanistik und Germanistik. Seine etwas melancholische Mimik steht im starken Kontrast zu seiner maskulinen Erscheinung. Das macht den Reiz des 35-jährigen Franzosen aus.

 

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Hamburg gibt sich venezianisch

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LEO-Gala der DVV Media Group 2011

 

Josef Hattig, ehemaliger Wirtschafts- und Hafensenator von Bremen, ist für seine logistische Lebensleistung mit dem LEO 2011 ausgezeichnet worden. Hattig, heute Aufsichtsratsvorsitzender der BLG Logistics Group, nahm die Auszeichnung am 4. Februar in Hamburg entgegen. Neben der Kategorie "Lebensleistung" zeichnete die DVV Media Group fünf weitere Menschen in unterschiedlichen Kategorien aus. Das Bild zeigt Laudator Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG (links) und Oliver Detje, Verlagsleiter der DVZ Deutsche Logistik-Zeitung und Moderator des Abends.

 

Mehr Bilder mit weiteren LEO-Preisträgern 2011 und Gästen der anschließenden Party im Hamburger Curio-Haus nach dem Klick auf das Bild.

Hafenmuseum Hamburg

Wie man früher im Hafen arbeitete, alte Schiffe und Kräne, dies alles zeigt das www.hafenmuseum-hamburg.de.

 

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Frauen in der Logistik

"Frauen in der Logistik" ist eine Serie in der DVZ Deutsche Logistik-Zeitung. Sie stellt in unregelmäßigen Abständen solche Frauen vor, die in Führungspositionen noch immer eine Minderheit darstellen. Die Portraits sollen die Frauen fern ihres Schreibtischs in einer Umgebung zeigen, die zu ihren Interessen passt.

Das Eingangsbild zeigt Heike Clausen, Geschäftsführerin des Tankcontainervermieters VOTG in Hamburg. Sie hat eine starke Affinität zu China. Dorthin führt es die Managerin ab und zu aus geschäftlichen Gründen.

 

Mehr "Frauen in der Logistik" nach dem Klick auf das Bild.

Wohnen bei Michael

Alltagsszenen im Bild festhalten, das will Michael, der Medienmensch aus Hamburg. Also treffen wir uns in seinem stylischen Appartement im Stadtteil Winterhude und schauen, wie er so lebt.

 

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Fußballpause in Warnemünde

Während eines Besuchs in Warnemünde traf ich zufällig auf Andre (links) und Sebastian. Sie nutzten die letzten Sonnenstrahlen des spätsommerlichen Augusttags auf einem Sportplatz, hatten Fußball gespielt und ruhten sich nun aus. Spontan fragte ich beide, ob ich Bilder von ihnen aufnehmen dürfte. Sie hatten nichts dagegen. Es entstanden ein paar Aufnahmen von zwei Sportsfreunden, die auf mich ganz gelassen und authentisch wirken. Dank an Andre und Sebastian aus Warnemünde. (Aufnahmen nach einem Klick auf das Bild).

Christian - ein norddeutscher Jung'

Christian (28) ist ein echter norddeutscher Jung'. Sein kühler, frecher Charme gefiel mir sofort. Die Aufnahmen entstanden im trendigen Hamburger Schanzenviertel und in seiner Wohnung dort gleich um die Ecke. 

 

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Ruhr 2010

Ein Streifzug über das Gelände der Zeche Zollverein in Essen und den Landschaftspark in Duisburg.

 

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Länge über Puffer? 18 m. Mein Karte.

Rennautos, Flugzeuge, Bagger, vielleicht auch noch Schiffe - aber Kesselwagen? Wie uncool. Als Schüler protzten wir während elend langer Freistunden beim Quartettspiel mit PS-Zahlen, Verdrängungswerten oder Fluggeschwindigkeiten. Nun gibt es weitere technische Vergleichsmerkmale, die zum begehrten Quartett führen - und somit zum Sieg: Das Kesselwagenquartett des Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmens VTG sprengt alle bisher dagewesenen Dimensionen des flotten Vierers beim Quartett. So gehört die "Länge über Puffer" zu den Kriterien, das Volumen der Chemie-, Mineralöl-, Druckgaskessel- und Staubgutwagen, der "Äußere Achsstand" der Güterwagen und die "maximale Zuladung" - ein spielerisches Highlight aus der bunten Welt der Güterbahnen.

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"

1981 besuchen wir als Schüler mit unserem Geschichtslehrer die Ausstellung "Preußen - Versuch einer Bilanz" in Berlin. Im Gepäck habe ich als 20-jähriger Schüler eine primitive "Kodak Instamatic". Ich schieße ein paar Dias. Bevor sich die Filmemulsion nun gänzlich auflöst, habe ich die Dias digitalisiert. Die von der Feuchtigkeit angefressene Filmemulsion verstärkt den Vergänglichkeitscharakter der verhaßten Mauer. 

 

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Auf Augenhöhe mit der Harburger Rathausuhr

Die Uhr des Harburger Rathauses ist sonst unerreichbar. Im Oktober mutiert sie für ein paar Tage zur Wanduhr eines Kunstwohnzimmers. Möglich macht es die Installation des japanischen Künstlers Tatzu Nishi. Er baut vor die Rathausuhr ein komplett eingerichtetes Wohnzimmer und sorgt dafür, dass die Harburger über ein Gerüst (kleines Bild oben links) für ein paar Tage auf Augenhöhe erleben können, was die Uhr geschlagen hat.

 

 

Unterwegs an der Schlei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Glanzvolle Nacht der LEO Awards 2009

Am 11. September feierten einige hundert Gäste in Hamburg die Nacht der LEO Awards 2009. Die DVZ Deutsche Logistik-Zeitung und Sponsoren hatten zur glanzvollen Gala eingeladen. Persönlichkeiten aus Transport und Logistik wurden in sechs verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Anschließend stieg eine rauschende Party.

 

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Bundeskanzlerin Merkel besucht Fiege

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Wanderung durch Brandenburg

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CSD 2009

Triathlon - ITU World Championship Hamburg 2009

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Passtscho - Wandern am Dachstein

Eigentlich ist eine Fahrradreise entlang der Donau von Passau nach Wien geplant, Wandern ohne Fahrrad ist nur Plan B. Weil im Intercity nach Passau schon Wochen vor Reisebeginn keine Fahrradstellplätze mehr frei sind, entscheiden wir uns für einen Wanderurlaub in der Dachstein-Tauern-Region, gebucht über den Veranstalter Natours. Die Entscheidung erweist sich als goldrichtig, denn weite Teile Österreichs versinken Ende Juni in einem Balkantief, das auch die donaunahen Regionen um Linz und Krems sowie Niederösterreich und Teile des Burgenlands ebenfalls nach tagelangem Regen unter Wasser setzt.

 

Die ersten Tage in Schladming, am Fuße des Dachstein-Massivs im Ennstal, sind feucht und kühl. Morgens sind die Berge in dichten Nebel gehüllt, was unseren Drang dorthin nicht bremsen kann, wenn auch nach drei, vier Stunden Dauerregen die Mienen der Mitwanderer ein wenig düster, wenn nicht bemüht optimistisch ausschauen. Apropos Mitwanderer. Die Gruppen mit den Gästen im Wanderhotel Steirerhof setzen sich alle paar Tage neu zusammen, Gäste reisen ab, neue kommen hinzu. Darunter sind jüngere Trainierte, aber auch gut konditionierte Mitwanderer über 50 und 60. Eine Krankenschwester, ein Zahnarzt, eine Heilpraktikerin, Behördenmitarbeiter, der Durchschnitt halt. Keine Eventsüchtigen, sondern Naturfreunde, die am Ballermann nicht glücklich werden würden. Das Berufliche spielt keine Rolle. Die Gäste haben keine Lust, über berufliche Dinge zu sprechen. So halten sich Fragen wie “Was machst Du denn beruflich” in Grenzen.

 

Sympathisch sind die allein reisenden Damen. Es gibt eine Hedwig aus Freiburg, eine Inge aus München und eine zweite Hedwig (mit Partner), die wir wegen ihrer belgischen Herkunft (Antwerpen) fortan die “flämische Hedwig” nennen. Verrückt, was wir im Alltag ehe widerwillig tun, machen wir im Urlaub ganz freiwillig: Um sieben Uhr aufstehen, halb acht frühstücken und pünktlich um 9 Uhr Abfahrt mit dem Wanderbus zum Ausgangspunkt der Wanderungen. Karli, wegen der Namensgleichheit mit seinem Vater, dem Seniorinhaber des Hotels, Karl Pitzer, mit einem “i” versehen, versteht es jeden Morgen aufs Neue, die heterogene Gruppe zu motivieren und schon beim Frühstück mit seinen Tourenbeschreibungen aufzuheitern. Er wählt Wege, passend zum Wetter, die jeder bewältigen kann, und trotz der anfänglich feucht-kühlen Witterung strahlt er immer Tatkraft und gute Laune aus. Er ist ein sportlicher, groß gewachsener, natürlicher Enddreissiger mit jungenhaftem Charme. Keine Frage, ein Frauentyp. Er hat eine gute Art, seinen Gästen die eine oder andere Unwägbarkeit der Wanderstecke schmackhaft zu machen. “Links geht’s halt hoch und rechts geht’s halt runter.” Die Bergrealität ist einfach, genauso wie die immer gleichen Fragen der Mitwanderer: Ist das Weg steil? Muss man da kraxeln? Schaffe ich das überhaupt? Wie lange geht die Tour? Wird es regnen, scheint die Sonne? Karli beantwortete alle Fragen mit einer gleich bleibenden freundlichen Engelsgeduld. Manche Wanderung nimmt spontan eine Wendung, etwa dann, wenn es an einer Weggabelung heißt: Ihr könnts da auf dem leichteren Weg weitergehen, aber hier hinauf hats eine schöne Sicht, ihr müsst halt a bisserl aufpassen. Dann packte einen schon der Ehrgeiz. Den “Micky-Maus-Weg” gehen - das muss ja nicht sein. Also stiefelt man mit, bis über 2000 m Höhe, auch wenn der mitunter steile und schmale Weg im Unterbauch des schwindelanfälligen Flachlandtirolers ein heftiges Magenkribbeln verursachte. Belohnt wird die Überwindung der Angst mit spektakulären Aussichten auf die Dachsteinwände, tiefblau schimmernde Seen, einem Erinnerungsfoto neben dem Gipfelkreuz und dem Gefühl, ein Ziel erfolgreich erreicht zu haben.

 

In den ersten Tagen spüre ich, was zu befürchten war. Mein linkes Knie tut höllisch weh. Besonders beim Bergabgehen durchschießt bei jedem Schritt ein heißer, stechender Schmerz das linke Band der Kniescheibe. Oh weh, muss ich nun den Rest des Urlaubs doch noch Micky-Maus-Wege gehen oder auf dem Hotelbalkon lesen, derweil mein Blick sehnsuchtsvoll auf den Hochwurzen schweift? Ich entscheide mich für “nein”, humpele auf dem Rückweg einer Wanderung bei Sport-Willy vorbei und kaufe mir für schlappe 30 EUR eine Bandage aus Neopren. Sie linderte den Schmerz ein wenig, und ein, zwei Tage später spürte ich vom Knie kaum noch etwas - einfach mit Bewegung und steigender Beanspruchung wegtherapiert. Vom Orthopäden wird keine Rechnung kommen.

 

Während des täglich dreigängigen Abendessens steigt mein Knie schnell zum Gesprächsthema auf, bündeln sich darin doch sämtliche anderen Wehwehchen der nicht mehr ganz taufrischen Mitwanderer. Die flämische Hedwig bietet mir ihre pflanzliche Heilsalbe an, und mindestens drei Mal am Tag werde ich teilnahmevoll gefragt: “Claus, was macht Dein Knie?” “Wird besser”, antworte ich mit einer Gegenfrage: “Und Deine Achillesverse?” Leidensgenossin Inge aus München, eine vitale, freundliche, sympathische Wandergenossin, hat Probleme mit der Achillessehne. Zwei Tage muss sie deswegen nun schon pausieren, aber jetzt wird zurückgecremt, und zwar wieder mit Hedwigs Zaubersalbe. Die nächste Tour ist Inge wieder mit von der Bergpartie, zwar immer noch nicht ganz schmerzfrei, aber sie machte kein großes Aufheben darum. Frauen sind eben doch die härteren Männer.

 

Nicht nur in Punkto Heilsalbung erweist sich die flämische Hedwig als eine echte Bereicherung in der Wandergruppe. Mit großer Leichtigkeit geht sie auf den Wanderungen vorneweg und sie schafft etwas, was keinem anderen gelingt: Sie transpiriert fast gar nicht, obwohl sie Baumwollkleidung trägt, während wir in unseren Funktionshemden und Schöffel-Shirts fast ertrinken. Fast glauben wir an ein Wunder. Sie sagt, sie “habe die Bergziege in sich entdeckt”, und wenn man ihren leichten Gang sieht, glaubt man ihr das sofort.

 

Die Berge tun uns gut, Wirtschaftskrise, Terminhatz und nervige Kollegen sind schon nach der ersten Wanderung vergessen, und noch ein paar Tage später stellt sich ein leichter Trainingseffekt ein, die Grundkondition wird besser. Nun schlägt die Geburtstunde der guten Vorsätze. Wenn mir die Bewegung hier so gut tut, wird sie mir auch im Alltag nützen. Soll ich mit Nordic Walking anfangen, diesem uncoolen, affektierten Powerwandern? Meine Mitwanderin aus dem Burgenland sagt “ja”, drei Mal die Woche 30 Minuten würden für den Anfang genügen, empfiehlt sie. Gleichzeitig erklärt sie mir, wie man die Walkingstöcke richtig einsetzt. Auch lerne ich, dass Wander- und Walkingstöcke zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Walkingstöcke sind leichter. Von Exemplaren, die in der Höhe verstellbar sind, rät sie mir ab. Gleich die passende Größe kaufen.

Am Wochenende bietet das Hotel keine geführten Wanderungen an. Wer umfreundlich ohne Auto angereist ist, muss nun zusehen, wie er mobil bleibt. Gleich in der Nähe des Hotels, es liegt auf einem Plateau auf über 1000 m Höhe, verlaufen zwar ein paar Micky-Maus-Wege wie zum Beispiel der “Weg der Besinnung”, aber das ist etwas für die “Oma nach dem Kaffeetrinken”, sagt mein Mitwanderer Rainer aus Mainz.

Sonnabend  nimmt uns Karlis Bruder Markus mit hinab ins Tal nach Schladming zur Planai-Seilbahn, dem Ausgangspunkt unsere Tageswanderung auf den Krahbergzinken. Zurück ins Hotel nach Pichl nehmen wir zu Sechst ein Sammeltaxi in Schladming für 5 EUR pro Person, da kann man preislich nicht meckern, oder wie der Österreicher sagt: Das "passtscho". Am Sonntag haben wir wieder Glück. Ein Ehepaar aus Frankfurt nimmt uns im Auto mit ins Obertal, dem Ausgangspunkt für eine Rundwanderung zum Duisitzkarsee. Die Tour dorthin verläuft zwar im Dauerregen, ist anspruchsvoll, aber die Stimmung in der Wandergruppe ist trotzdem gut. Gerd und Dorothea kennen sich in Flora und Fauna gut aus, weshalb wir noch etliche lehrreiche Hinweise mit auf den Weg bekommen. Es gibt zum Beispiel auch einen gelben, gefleckten Enzian, lerne ich. 

Um den Ofen in der Mitte der Duisitzkarhütte hängen Stangen zum Trocknen der von Innen und Außen völlig durchnässten Kleidung. Gleich darunter schwenkt die Wirtin gußeiserne Pfannen und Töpfe, es wird der köstlichste Kaiserschmarrn meines Lebens. Ein Stück Textil über der Trockenstange darüber gerät aus der Balance und rutscht in die Pfanne, zum Glück ist meine Mehlspeise schon unterwegs zu mir. Es sei eh nur Pflanzenöl in der Pfanne, kommentiert die Wirtin das kleine Malheur trocken - passtscho. Auch für die neu hinzugekommenen triefenden Regenwanderer hat sie einen Tipp. “Eure Sachen könnt ihr ruhig dahin legen, trocken werdens eh nicht”.

Der Abschied am letzten Tag fällt schwer, die nächste Wanderung läuft ohne uns, zehn Tage sind um, wie müssen zurück in die große Stadt. Hektik, Handyklingeln in der Bahn, zischende Musikfetzen aus den Ohrstöpseln zukünftiger HNO-Patienten, Wirtschaftskrise und schlechtere Luft. Nun wissen wir genau, was uns in diesen Tagen nicht gefehlt hat und was uns in den kommenden Monaten fehlen wird: Bewegung zwischen lauter “Bergpersönlichkeiten” (so nennt der dortige Bergführer und Fotograf Herbert Raffalt die Berge), die Begegnung mit erdverbundenen, herzlichen und fleißigen Wirtsleuten und nette Gespräche mit unseren Wandergenossen. 

2. Hachede-Triathlon in Geesthacht

So sehen Gewinner aus. Johannes Müller (Jahrgang 1984) vom Polizeisportverein (PSV) Eutin hat den 2. Hachede-Triathlon am 14. Juni in Geesthacht gewonnen. 1,5 km Schwimmen, 42,2 km Rennrad und 10 km Laufen, das bewältigte der Triathlet in 2 Stunden, einer Minute und 19 Sekunden.

175 Jahre Reederei Rickmers - Senatsempfang

Bevor sich die Reeder und Unternehmer Bertram (links) und Erck Rickmers (rechts) mit Familie und Gästen zum Festessem in die Hamburger Handelskammer zurückziehen, tun sie das, was dem hanseatischen Kaufmannsgeist zugesprochen wird: Sie lassen andere an ihrem Erfolg teilhaben. Die sechs Nullen hinter der Eins auf dem Spendenscheck wiegen etwas schwerer, sodass Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (zweiter von rechts) tragen hilft. Den Scheck nimmt der Gründer und Vorstandsvorsitzende des World Future Council (WFC), Jakob von Uexküll, entgegen. 

"Jedermann": Der Tod an der Tafel

Wo gibt es denn das? Der Teufel verstreut seine Tiraden von der Kanzel, herrlich überzogen und furios dargestellt von dem Amateurschauspieler Rüdiger Reichard. In der evangelischen Kirche St. Michaelis im Hamburger Stadtteil Sülldorf herrscht am 10. Juni der Ausnahmezustand. Der reiche Kaufmann Jedermann (Hajo Hildebrandt) muß sich aufs Sterben vorbereiten. Auf seinem letzten Weg will ihn aber niemand begleiten. Als der Tod nach Jedermann greift, wird es einsam um den reichen Mann. Die Amateurschauspieler um Regisseurin Antje König haben für ihre Interpretation des Mysterienspiels mit einer Kirche eine passende Bühne gefunden. Als Jedermann am Ende doch noch gottesgläubig wird, erhellt sich das über allem Schauspiel schwebende Kreuz - das kann doch kein Zufall sein. Direkt unter dem riesigen Kreuz des sterbenden armen Mannes namens Jesus nimmt das Sterben des reichen Mannes seinen Lauf. Es ist anspruchsvolles Amateurtheater. Die letzten Stunden vor dem Tod nimmt Hildebrandt spielerisch gesehen eher norddeutsch, gedämpft, gelassen. Das leidenschaftliche Festhalten und Zappeln und Zetern am letzten Lebensfädchen kommt leicht unterkühlt rüber. Das muß aber nicht schlecht sein, denn Jedermann ist ein zeitloser Stoff für alle Temperamente und Regionen. Die lang bestehende Gruppe um Antje König hat das Stück mit einer beachtlichen Professionalität auf die Bühne, oder besser in den Altarraum gebracht.

Unter den Besuchern am 10. Juni sitzt in der letzten Reihe auch der Schauspieler Walter Giller. Er soll zum Freundeskreis der Regisseurin gehören. Nun kann er vergleichen, wer die Buhlschaft ausdrucksvoller gespielt hat: Seine Frau Nadja Tiller vor über 40 Jahren in Salzburg oder die Laienschauspielerin Ute Jarosch in der Sülldorfer Kirche.

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100 Prozent Stimmungszuwachs - Stroomer PR wird 10

"Alles minus 20 bis 30 Prozent". So faßte mein Tischnachbar das gegenwärtige Krisenphänomen in der Transport- und Logistikbranche zusammen. Das traf aber nicht auf die Stimmung während der Jubiläumsparty der Agentur Stroomer PR zu: Da galt ein Zuwachs von mindestens 100 Prozent. Geis, der Paketdienst GLS, M+M, Steinle, Rieck, Logwin, Hamburger Logistik-Initiative, die Stückgutkooperation IDS und etliche andere gehören zum Kundenstamm der rührigen PR-Dame und Firmenchefin Christina Stroomer. Als Event-Location hatten sie und ihre mittlerweile 20 MitarbeiterInnen das Alte Hauptzollamt gleich im Schatten der historischen Speicherstadt gewählt. 

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Zwischen Este und Oste: Ausflug ins Kehdinger Land

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Altmühl-Radweg - die Unvollendete

Von Rothenburg ob der Tauber bis Kelheim sollte die Tour gehen, doch anhaltender Regen am dritten Tag ließ uns in Eichstätt abbrechen. Dennoch ist der Radweg durch den Naturpark Altmühltal ein Genuß. Mehr Bilder nach Klick auf das Bild.

Polypen - Adenome - Karzinome

Horrorgarten der Polypen und Karzinome: Im Innenhof des Asklepios-Krankenhaus von Hamburg-Barmbek war ein "begehbarer Darm" ausgestellt. Zu Anschauungszwecken ausgestattet mit allen Arten von Wucherungen, die eine Darmwand befallen können, fühlte sich der Besucher wie in einem unheimlichen Märchenwald. Von allen Seiten wucherten dem Passanten Adenome, Polypen und andere absonderliche Gewächse entgegen, fast wie in einer Fantasie-Höhle. Die begehbare Röhre war nur acht Meter lang, kurz vor dem Ausgang dann der Höhepunkt: das Karzinom, also Krebsgeschwür, das sich schon durch die Wand gefressen hat. Eindringlicher kann Anschauungsunterricht für Krebsvorsorgemuffel kaum sein. 

ocre - Fotografien von Horst Ewerlin in Eutin

"Ich bin ein visueller Typ" - sagt der Fotograf Horst Ewerlin und zeigt detaillierte Ausschnitte seiner Wanderungen durch die Ockerbrüche bei Roussillon (Südfrankreich). Die ersten Besucher seiner Fotoausstellung am 20. März in Eutin schauten genauer hin, denn einige der Bilder wirken wie gemalt, fast abstrakt. Dabei sind sie die Drucke absolut unverfremdet auf Papier gelangt. Wie es zu diesem Eindruck kommt, erklärt der Fotograf in einem ganz persönlichen Interview, sein erstes übrigens. Das Bild zeigt Ewerlin (stehend, hinten links) bei der Ausstellungseröffnung im Cafe von Hans-Peter Klausberger in Eutin. Sein Partner Thorsten Blume (rechts) führt in die Ausstellung ein. (Foto: Romanus Fuhrmann)

Rosenmontag in Beckum

Zum weiten Mal luden Unternehmerin Petra Schrader und Geschäftsführer Lutz Gösslinghoff einen verlesenen Kreis von Vertretern aus der Mineralölindustrie und der Fachpresse in das Werk von Schrader T+A Fahrzeugbau nach Beckum-Vellern ein. Auf den diesjährigen "Rosenmontagsgesprächen" drehte sich tagsüber alles um die technischen und rechtlichen Anforderungen beim Umschlag und Transport ethanolhaltiger Gemische. Abends prüften die Gäste in einer praktischen Versuchsreihe in den Beckumer Kneipen, wie sich diese Gemische auf den menschlichen Organismus auswirken. Wegen eines schweren Unfall der Beckumer Karnevalsprominenz fiel der Rosenmontagszug in der westfälischen Karnevalsmetropole Beckum zwar aus, das galt aber nicht für die Kneipen. Torsten Bütow (links) von BP in Bochum erschien als Pistolero. Die Pistole hätte Bütow gar nicht ansetzen müssen, denn Gefahrgut-Zauberlehrling Jörg Holzhäuser (rechts) aus dem rheinland-pfälzischen Verkehrs- und Weinbauministerium hatte die Zaubertricks aus dem Gefahrgutregelwerk "ADR 2009" längst schon verraten. In der Mitte Petra Holzhäuser als Teufelchen. 

19. Deutscher Gefahrgut-Preis

Peter Kröger, Gefahrgutkoordinator bei Shell Deutschland Oil, wird mit dem
19. Deutschen Gefahrgut-Preis ausgezeichnet. Knapp 200 Mitglieder aus der Gefahrgutfamilie feiern im Hamburger "Interconti". Am Rand der Feier beantwortet Kröger ein paar Fragen.

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Deutschland wrackt ab - für 2500 Euro

Zweieinhalbtausend Euro aus der Staatskasse für ein hochbetagtes Auto, wenn im Gegenzug ein neues gekauft wird - das zieht.  Die Händler streichen die Rabatte, die für den Käufer vielleicht noch günstiger ausfallen würden als die Abwrackprämie. Nur weil es zweieinhalbtausend Euro aus der Staatskasse gibt, vergessen Zehntausende, dass sie ein Auto unter weitaus günstigeren Konditionen erwerben könnten. Endlich können die Händler von den ungeliebten Rabatten ablenken, denn es gibt ja die Abrwackprämie. Optisch weist mancher Händler auf die Abwrackprämie so hin, als wäre er es, der die Prämie gewährt und nicht der Staat - eine Dummenfängerei, die von der Schnäppchengier der Verbraucher genährt wird. Wenn es etwas geschenkt gibt, setzt der Verstand mitunter aus. 

Manöver auf dem Trockenen

In Hamburg geht ein neuer Schiffssimulator in Betrieb. Im Maritime Training Center (MTC) können Lotsen, Kapitäne und Schiffsingenieure so ziemlich alles lernen, was man können muß: ein 370 m langes Containerschiff durch den Hafen zu manövrieren, Sprechfunk- und Radargeräte bedienen, Schiffsdieselmotoren reparieren oder Tanker löschen und entladen. Mittelpunkt ist die Schiffssimulationsanlage mir 360-Grad-Rundumsicht (Bild). Das einzige, was sich bewegt, ist die in eine Rotunde projizierte Szenerie wie zum Beispiel oben im Bild zu sehen. Die "Marit Maersk" nimmt Kurs auf den Waltershofer Hafen, links die Elbhänge von Blankenese.  Eine Woche vor Ankunft der "wahren" "Marit Maersk" üben Hafenlotsen das Manövrieren auf dem Trockenen. Weitere Bilder nach dem Klick auf das Bild.

Pilze mit Pelikangeschmack - Max Goldt liest und signiert

Wohin führt uns die Erderwärmung? Wie begegnet der Gast dem aufdringlichen Plusquamperfekt des Kellners in einem Berliner Restaurant? Das sind Fragen, welche die Existenz in den Grundfesten berühren. Der Schriftsteller Max Goldt stellt sich diesen Fragen, öffentlich in Lesungen wie jüngst nach Weihnachten im Hamburger Schauspielhaus, und er scheut vor Antworten nicht zurück. 

Um Frage eins gleich aufzulösen: Pelikane verlagern ihren Lebensraum nach Deutschland und sammeln Pilze, die sie in ihren Kehlsäcken abtransportieren. Der dabei an den Pilzen entstehende Haugout wird von einem Sternekoch aus Baiersbronn hoch geschätzt. Und was das Plusquamperfekt angeht (ob denn der Gast zufrieden "gewesen" sei) hilft eine rasch dahingenuschelte An- oder Erwiderung im gleichen Tempus.

Eine Wanderung auf den Seelower Höhen inspiriert Max Goldt zu neuen Gedanken über die Entwicklungsgeschichte der Umhängetasche. Dabei ist ihm kein Bogen zu weit, wenn seine Ab- und Rückschweifungen bis in die Bronzezeit reichen. Goldt beobachtet seine Umgebung und das Geschehen in gedruckten und elektronischen Medien haargenau und überspitzt, sprachlich messerscharf bis ins Absurde. Wer keinen Sinn für das Detail hat, für Skurriles und Absurdes, wird an den Texten wenig Freude haben. Seine Texte beginnen gebündelt und verlieren sich bald in zahlreichen sprachlichen und thematischen Abzweigungen und mitunter auch in Sackgassen. Letzteres dann, wenn er sagt, dieser Text sei noch unvollendet, ein Fragment oder "diesen Schluß muß ich noch einmal neu schreiben". Goldt führt in seinen Texten auch vor: den Bildungsspießer mit seinen geheiligten Büchern, die infantile, sexuell unterversorgte mittelalte Frau mit Bärchen am Reißverschluß des Rucksacks. Ein wenig von sich selbst findet der Zuhörer oder Leser immer. Vergnügliche zwei Stunden Unterhaltung bieten Goldts Lesungen. 

Dagegen ist der Eintrittspreis, der in etwa dem monetären Gegenwert dreier Schachteln "Kurmark Filter" entspricht, als preiswert zu bezeichnen. Das Bild entstand während der anschließenden Signierstunde im Foyer des Hamburger Schauspielhauses. 

Der Affe am Klavier

Die "Sparks" veröffentlichen in Deutschland ihre neue CD "Exotic Creatures of the Deep  - Anlaß für ein paare Fragen an einen treuen Anhänger.  

Tanz ums Bild auf der Photokina

Nächtliches Joho-Tralala in der Staatsoper

Eigentlich sollen es "Tage des Zorns" werden, mit Mad Mikkelsen in der Hauptrolle. Weil der sich außerplanmäßig eine Stunde später erzürnen soll, erinnern wir uns der just für diesen Tag angesetzten "Langen Theaternacht". Es beginnt in den Kammerspielen, beim Abaton gleich zwei Straßenecken weiter, mit einer Probe von "Mobbing". Der Shuttle-Bus bringt uns weiter zur Staatsoper. Dort das Finale von Falstaff und ein öffentliches Singen mit dem Chor der Hamburgischen Staatsoper (Joho-Tralala aus dem "Freischütz" von Weber). Auf der Probebühne schließen sich 30 Minuten "Hamburger Lieder" an. Im Ohnsorg-Theater herrscht Überfüllung. Auszüge von "Rock op Platt" erleben wir in Bruchstücken durch die geöffnete Saaltür. In der Kantine vom Schauspielhaus nehmen wir den Absacker. Fazit: Drei Stationen in einer Theaternacht hätten auch genügt.

Die Nacht der DVZ-LEO-Awards 2008

13. Cyclassics

Sommerfest der Logistik-Initiative Hamburg

Sprünge aus der Takelage

Dauerregen an der Hafenkante. Wenn man die Kamera nicht ertränken will, kann man die Bilder nur aus dem improvisierten Schutz einer Plastiktüte aufnehmen. - Zehn der weltbesten Klippenspringer sind 25 m Höhe von dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" in die Elbe gesprungen. Der Wettbewerb, bei dem fünf internationale Wertungsrichter für die gesprungenen Salti und Schrauben Noten vergaben, bildete den Abschluss des "Cliff Divings" in der Hansestadt. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien und Anna Bader aus Mainz. Die 24-jährige Studentin war die einzige Frau im Starterfeld.

Dauerregen an der Hafenkante. Wenn man die Kamera nicht ertränken will, kann man die Bilder nur aus dem improvisierten Schutz einer Plastiktüte aufnehmen. - Zehn der weltbesten Klippenspringer sind 25 m Höhe von dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" in die Elbe gesprungen. Der Wettbewerb, bei dem fünf internationale Wertungsrichter für die gesprungenen Salti und Schrauben Noten vergaben, bildete den Abschluss des "Cliff Divings" in der Hansestadt. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien und Anna Bader aus Mainz. Die 24-jährige Studentin war die einzige Frau im Starterfeld.

Hamburg macht blau: Empfang für "Queen Mary 2"

Spur der Grenzsteine: Entlang der Oder-Neiße

 

Etwa 600 km von Zittau in Sachsen nach Ahlbeck an die Pommersche Bucht und von dort noch knapp 100 km auf dem Ostseeradweg nach Greifswald. Auf dem Weg liegen verlassen wirkende Dörfer, endlose Fahrten am Oderdeich, Erfrischungsbäder im 23 Grad warmen Stettiner Haff, restaurierte Schlösser, bewusst enge Überholmanöver aggressiver junger ostdeutscher Autofahrer, ignorante Zimmervermieter, sichtbare Zeugnisse der Folgen des zweiten Weltkriegs, geteilte Städte mit sichtbarem Wohlstandsgefälle, Nächte auf viel zu weichen Matratzen in kitschigen Privatzimmern und hier und da ein Grenzübertritt ins Nachbarland Polen, das seit Dezember 2007 die Grenzkontrollen getreu des Schengener Abkommens eingestellt hat. Wir durchqueren Dörfer und Kleinstädte, die es schon vor 700 oder 800 Jahren gab, als slawische Stämme diese Region besiedelten. Zahllose rudimentäre Brückenpfeiler und etliche unterbrochene Bahnlinien erinnern an die Zeit, als Oder und Neiße noch eine bewachte Grenze bildeten. Inzwischen kommen sich die Bürger beider Uferseiten im kleinen Grenzverkehr wieder näher. Im mecklenburg-vorpommerschen Löcknitz gibt es ein Deutsch-Polnisches Gymnasium und die Tourismusbehörden beider Länder versuchen, die Radwanderer auf ein integriertes Wegenetz diesseits und jenseits von Oder und Neiße zu locken.

Städte wie Schwedt und Eisenhüttenstadt, die man eher mit schmutziger Industrie verbindet, sind hübscher als im Voruteil. In fast jeder Stadt an der Oder führt eine Brücke ins Nachbarland, auf der Fußgänger und Radfahrer die Grenze kreuzen. Das Wohlstandsgefälle ist optisch sofort am baulichen Zustand der Häuser erkennbar.

 

Privatgespräche ergeben sich mit den Zimmervermietern selten. In Forst zum Beispiel, einer unglaublich deprimierenden Stadt, ist die Vermieterin Frau K. besonders freundlich. Fast ein Drittel der 30.000 Bewohner hätte Forst nach der Wende verlassen, erzählt sie uns. Die nach einem langen Fahrradtag heiß ersehnte Dusche wird erst warm, nachdem sie ihren Sohn telefonisch gefragt hat, welchen Knopf man an der Theme drücken müsse. Frau K. erzählt uns, dass ihre Tochter eine ambitionierte Radrennfahrerinn ist - natürlich im Westen. Ansonsten sind die Kontakte zu den Ostdeutschen sachlich und distanziert. Man bemüht sich nicht mehr viel, miteinander ins Gespräch zu kommen. Beide Seiten haben sich damit abgefunden, dass sie von unterschiedlichen Mentalitäten geprägt sind. Kurze Zimmereinweisung, Schlüsselübergabe, Bezahlen schon am Abend, und am nächsten Morgen geht es oft ohne Abschied weiter.

 

In Brieskow-Finkenheerd, der Ort war von der Oderflut 1997 besonders stark betroffen, hat der Vermieter, ein Fischer, sein Boot mit komfortablen Sitzplätzen ausgestattet. Am Bug steht der Flachbildschirm. Seine Kumpel wollen das Endspiel der Fußballeuropameisterschaft verfolgen. Vom Endspiel bekommen die beiden Reisenden die etwas kläglichen, verzögerten Anfeuerungsrufe der mit Nationaltrikots bekleideten Fischerfreunde mit. Im Zimmer steht ein Bildschirm, der so klein ist, dass man den eingeblendeten Spielstand nicht erkennen kann, ohne mit den Augenwimpern gegen die Mattscheibe zu stoßen.

 

Das im Zimmerpreis enthaltene Frühstück besteht meist aus billigen Aufbackbrötchen und nach nichts schmeckendem Billigkäse aus der Folie. Auf Vegetarier sind die Zimmervermieter so gut wie gar nicht eingestellt. Vegetarisch zu frühstücken heißt ganz einfach die Wurst wegzulassen - ohne entsprechende Alternativen. Das heißt: Wenn der mitreisenden Freund vegetarisch frühstücken will, wird mir die Wurst gestrichen - ein Gerechtigkeitsprinzip, das man schon aus dem Berufsleben kennt.

 

Im sogenannten Kaiserbad Ahlbeck (kaiserlich ist allenfalls das Wetter), dort zahlen wir in der Pension "Transvaal" für zwei Nächste 175 EUR, werden wir so empfangen: "Sind das Ihre Fahrräder? Die müssen aber in den Ständer". So empfängt man Gäste: Mit einer Reglementierung - keine Begrüßung, keine Vorstellung, unwissend, dass ein mit 30 kg beladenes Fahrrad in einem Fahrradständer keinen Halt finden würde. Der Mann entpuppt sich als der Schwiegersohn des Wirts. Der Wirt, ein sich neureich, oder vielleicht besser neuwohlhabend gebender Mann, schenkt morgens im Frühstücksraum den Kaffee persönlich ein. Woran mag es nur liegen, dass er die beiden Männer dabei immer vergißt. Liegt es vielleicht daran, dass sie im toten Winkel sitzen oder eben, weil es zwei Männer sind? Ohne ein wiederholtes Bitten ist der gewohnte Coffeinspiegel nicht zu erreichen. Auch diese Pension verlassen wir grußlos. Kein "Waren Sie zufrieden?", kein "gute Weiterfahrt". Wir "durften" dort unsere Räder abstellen, wir "durften" dort übernachten, und wird "durften" dort 175 EUR zurücklassen. Von einer dem Gast zugewandten Dienstleistungsmentalität ist nichts zu spüren. Vielleicht haben es die Betriebe in dem am Wochenende fast ausgebuchten Ahlbeck auch gar nicht nötig.

Entschädigt werden wir durch warmes Sommerwetter, das schönste dieser Tage in ganz Deutschland, weiße Strände und ein "Radeberger" auf der berühmten Seebrücke. Auf der dem Meer zugewandten Seite des Restaurants auf der Seebrücke ist Samstagsabendtanz mit allem was dazu gehört: Einem Diskjockey, der "Griechischer Wein" auflegt und vornehmlich sehnsuchtsvolle Ostschlager. Eine allein am Tisch sitzende Frau in weißer Hose und einem etwas zu groß gemusterten Oberteil gönnt sich einen Weißwein mit Blick auf den roten Sonnenball. 

  

Das Schöne an den Radwanderungen ist ja, dass man immer auch ganz schnell wieder weg ist.

Rhino Awards 2008 "Auf Schalke"

50 Jahre ATP-Prüfstelle beim TÜV-Süd

Chemielogistiker Talke nimmt Containerterminal in Betrieb

Über 250 Gäste feiern mit der Unternehmerfamilie Talke - hier Gründersohn Armin (links)  und sein Sohn Alfred -  in Hürth bei Köln die Eröffnung eines neues Containerterminals. Bei Currywurst, Reibekuchen und Erdbeerschnitten ist viel über die fachgerechte Lagerung von Tankcontainern zu lernen.

Kulturelle Landpartie im Wendland

Zwischen dem 1. Mai und Pfingsten öffneten die kreativen Bewohner des Wendlands ihre Türen. Maler, Bildhauer, Fotografen, Textil- und Schmuckdesigner zeigten ihre Werke in Scheunen, Ställen und unter freiem Himmel.  

Jahresversammlung der Cool Chain Association, Bonn

"Keep cool and healthy" war das Motto der diesjährigen Hauptversammlung der Cool Chain Association (CCA) im Bonner Hotel Königshof. Eingeladen hatten CCA-Chairman Robert Arendal (links) und CCA-Generalsekretär Christian Helms (rechts). Am Abend des 8. Mai erlaubte Helms einen Blick hinter die Kulissen von "Rungis express", einem Feinkost-Großhandelsunternehmen, das die gehobene Gastronomie mit so ziemlichem allem beliefert, was den Gaumen erfreut. Helms hat das vor einigen Jahren in Insolvenz gegangene Unternehmen im Jahr 2005 übernommen und als Chief Executive Officer (CEO) wieder in die schwarzen Zahlen gewirtschaftet. Er bewirtete die Teilnehmer der Konferenz mit auserlesenen Produkten. Bei Kaninchen und Thunfisch auf Meeresalgen "cool" zu bleiben, das fiel allerdings schwer.